Nikon D3

Nun ist sie endlich da. Eine digitale SLR - Kamera von Nikon für Profifotografen. Und sie trägt den merkbaren Namen: „D3“. Als Photograph und Journalist fühlt man sich geehrt, wenn ein solches Arbeitsgerät einem zur Verfügung gestellt wird.

Zunächst einmal das Design. Äußerlich und auf den ersten Blick gleicht sie der F5. Genau so liegt sie auch in der Hand. Mit ihren gut 1.200 Gramm ist die D3 nicht gerade ein Leichtgewicht, zumal noch Akku und sonstiges Zubehör hinzu addiert werden muss. Damit dokumentiert Nikon jedoch den Anspruch an diese Kamera: Einsatz unter extremen Bedingungen möglich. Sie soll also den typischen Locationstreß über sich ergehen lassen, und das gänzlich ohne Ausfallerscheinungen.

Schauen wir auf den Bildsensor. Nikon bietet jetzt mit dem FX - Format einen Vollformatsensor an. Dieser arbeitet mit 12.1 Megapixel und die Abmessungen des Sensors betragen knapp 24x36 mm. Vorbei also die Zeiten, als Brennweiten mit dem berüchtigten Verlängerungsfaktor multipliziert werden mussten. Ein 80mm Objektiv ist endlich wieder eine 80mm Brennweite. Nikon lässt die Option des bisherigen DX-Formates allerdings offen und der Fotograf kann an der D3 wählen, ob er im FX oder DX Format arbeiten möchte. Sicherlich ein Zugeständnis an jene, welche in den letzten Jahren wegen dem DX-Format neue Objektive kaufen mussten. Bei Verwendung eines solchen Objektives erkennt die D3 das Format und schaltet automatisch um.

Sie ist schnell. Sogar verdammt schnell. Mit bis zu 11 Bildern pro Sekunde werden auch die schnellsten Bewegungsabläufe festgehalten. Dies wird sicher so manchen Sportfotografen bewegen, sich einmal die Nikon D3 anzuschauen.

Auch im Studio zeigt die D3, das sie hier durchaus ihre Berechtigung hat. Mit einer Blitzsynchronzeit von bis zu 1/250 Sekunde stehen dem Studiofotograf alle Möglichkeiten offen.

Herzstück der D3 ist EXPEED, ein Bildverarbeitungssystem, welches große Datenmengen mit feiner Tonwertabstufung verarbeitet.

Der Empfindlichkeitsbereich reicht von ISO 200 bis 6.400 und damit sollten Freihandaufnahmen auch bei schlechten Lichtverhältnissen, wie z. B. bei Konzerten, möglich sein. Der ISO Bereich kann zudem noch erweitert werden, so das wahlweise ISO 100 oder 25.600 zur Verfügung stehen.

Auch das aus der F5 bekannte Motiverkennungssystem wurde komplett überarbeitet. Die Berechnung von Belichtung und Weißabgleich funktioniert hervorragend, und der oftmals nervige Weißabgleich gehört der Vergangenheit an.

Und das bei all den Erneuerungen das AF - System ebenfalls völlig überarbeitet wurde, war irgendwie logisch. Mit insgesamt 51 Messfeldern arbeitet das AF - System unglaublich schnell und präzise.


Fazit:
Die D3 bringt alles mit für eine Heiligsprechung seitens der Nikonfetischisten. Und die Konkurrenz wird es schwer haben, den mit der D3 erreichten Vorsprung einzuholen.

Herzlich willkommen.