Naturfotografie

Neben der Fotografie auf Familienfeiern oder Betriebsfesten ist die Naturfotografie wohl die Sparte, die sich der größten Beliebtheit erfreut. Angefangen bei Landschaftsaufnahmen über Tieraufnahmen bis hin zur Makrofotografie von Blumen oder Insekten bietet sie ein reiches Spektrum der künstlerischen Verwirklichung des Fotografen.
Am Anfang steht natürlich das Motiv, das als solches gesehen werden muss. Nicht nur der stimmungsvolle Sonnenuntergang oder der weite Blick über die Gebirgswelt bieten sich da an. Die Pusteblume im Gegenlicht oder der alleinstehende Baum im Nebel können da genauso lohnend sein. Oft kommt es nur auf die Perspektive an, um ein auf den ersten Blick nichtssagendes Motiv spannend und wirkungsvoll in Szene zu setzen. Daher sollte man immer die verschiedenen Brennweiten seiner Kamera im Auge oder besser gesagt in der Vorstellung haben, wenn man auf Motivsuche geht. Oft lohnt es sich, den normalen Blickwinkel aus 1,80 m zu verlassen und zum Beispiel die Muschel am Strand aus der Froschperspektive abzulichten. Verwendet man dann noch ein extremes Weitwinkelobjektiv und bezieht den mit weißen Schleierwolken behangenen Himmel mit ein, ergibt sich gleich ein ganz anderes Bild. In der Regel läuft die Muschel nicht weg, und daher sollte man sich Zeit nehmen, um sowohl Perspekive als auch Lichteinfall genau zu abzstimmen. In der Regel bringt leichtes Gegenlicht oder Seitenlicht gerade bei Nahaufnahmen plastischere Ergenisse als würde man nach dem veralteten Grundsatz "Sonne im Rücken bringt Entzücken" fotografieren.
Die Fotoausrüstung, mit der man sich auf Motivsuche begibt ist zwar nicht ausschlaggebend, kann aber bei der Gestaltung sehr hilfreich sein. Gerade im Weitwinkelbereich sollte die Kamera einiges leisten können. Nicht nur Perspektive und Blickwinkel werden dadurch beeinflusst, sondern auch Farbsättigung und Schärfentiefe, auf die es gerade bei Landschaftsaufnahmen ankommt. Und um hier immer das Optimale herausholen zu können, ist die Mitnahme eines Statives oft sehr ratsam. Diverse Filter zum Verstärken der Farbwirkungs des Himmels zum Beispiel oder zur bewussten Verlängerung der Belichtungszeit, um das Wasser des Gebirgsbächleins nicht einzufrieren, sondern "fließen" zu lassen, erweisen sich oft auch als sehr nützlich. Derjenige, der sich mehr der Tierfotografie hingezogen fühlt wiederum wird auf ein gutes Teleobjektiv bzw. Makroobjektiv nicht verzichten können.
Den Gestaltungsmöglichekeiten in der Naturfotografie sind keine Grenzen gesetzt und eigentlich gibt es auch da kein schlechtes Wetter oder eine ungünstige Tageszeit. Fantasie, ein gutes Auge und ab und zu auch Ausdauer sind gefragt. Bringt man das mit, wird man viel Freude an einem faszinierenden Hobby finden.

Herzlich willkommen.