Landschaftsfotografie

Einer der bekanntesten Landschaftsfotografen ist sicher der aus Amerika stammende Fotograf Ansel Adams. Er hat sich jahrelang hauptsächlich mit dem Yosemite-Nationalpark im Westen der USA beschäftigt. Er ist auch Begründer der Gruppe "f/64", deren Name darauf hinweist, was für die Landschaftsfotografie wichtig ist. "f/64" steht für eine sehr kleine Blendeneinstellung, die zu einer sehr großen Tiefenschärfe führt. Und das ist auch einer der wichtigsten Grundsätze bei der Landschaftsfotografie, Schärfe vom Vordergrund bis zum Horizont.

Will man eine Landschaft fotografieren, sollte man sich vorher überlegen, welche Effekte man erzielen möchte. Einer der wichtigsten Gesichtspunkte ist dabei die Lage des Horizontes. Legt man den Horizont in die Mitte des Bildes, so entstehen meist langweilige Bilder. Legt man dagegen bei flachen Landschaften den Horizont weit nach unten, so wird Weite und Unendlichkeit suggeriert. Durch die Dominanz des Himmels kommt auch der Eindruck von Ruhe dazu. Solche Bilder wirken am besten im Querformat, das ebenfalls Ruhe und Weite betont. Um dem Bild eine gewisse Tiefe zu geben, sollte man darauf achten, dass ein Objekt im Vordergrund zu sehen ist. Das kann ein Baum sein, ein kleines Haus oder auch ein Zaunpfosten. Gelingt es auch noch einen Weg oder einen Zaun abzubilden, der den Betrachter förmlich "in das Bild" zieht, ist ein gutes Landschaftsfoto entstanden.

Ist man im Gebirge unterwegs, sollte der Horizont nicht zu niedrig liegen, da sonst die Größe und Dominanz der Berge verloren geht. Auch sollte man die Bergspitzen nicht "abschneiden". Die Dramatik der Landschaft wird dabei durch ein Hochformat des Bildes unterstützt. Wenn man die Landschaft darsellen will und nicht nur Details, sollte auch das Tal mit im Bild sein, da man dann besser den Höhenunterschied erkennt.

Das Meer lässt sich am besten vom Ufer aus fotografieren. So ist es möglich Strand und Menschen im Vordergrund abzubilden. Auch hier ist ein Querformat günstiger als das Hochformat. Allerdings kann es sinnvoll sein, bei stürmischem Wetter das Hochformat zu wählen und den Horizont weit nach oben zu legen. So ist viel aufgewühltes Wasser zu sehen, das die Dramatik der Situation am besten illustriert.

Um die Größenordnungen in ein Bild zu integrieren, sollten Objekte bekannter Größe mit auf dem Bild sein. Das können Menschen oder Tiere sein, aber auch Bauwerke und Autos können als Größenvergleich dienen. So wirkt ein großer Baum noch größer, wenn ein Mensch daneben plaziert wird.

Herzlich willkommen.